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Reiseberichte aus dem Sanella-Album Mittel- und Südamerika |
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In Cuzco, der alten Hauptstadt des Reiches Wir hatten Glück. Fernandez traf in Cuzco einen Studienfreund aus Deutschland, der hier Ausgrabungen leitet. Er hat uns zu einzelnen Inka=Bauwerken geführt. Etwas Gewaltigeres läßt sich kaum vorstellen. Auch die Erdbeben haben den alten Mauern nichts anhaben können. Es ist alles wie für die Ewigkeit gebaut. In der Stadt sieht man überall noch die alten Fundamente. Die Spanier haben einfach auf die Ruinen gebaut. Wo jetzt eine moderne Plaza liegt, befand sich einst der Festplatz der Inkas, auf dem die großen Feiern und Feste stattfanden. Auf den Mauern des einstigen Sonnentempels ruhen heute die Bauten eines Klosters. Die Inkas binden die Sonne fest Sonne und Mond wurden als Götter verehrt. Unten an der Küste erschien den Bewohnern die silberne Scheibe des Mondes als gutes, wohltätiges Wesen. In nächtlicher Kühle spendete sie Regen und Fruchtbarkeit und kämpfte erbittert gegen die Sonne, deren Strahlen alles versengten und verzehrten. Als dann aber die Inkas die kleineren Volker siegreich unterworfen hatten, errichteten sie auch große Sonnentempel; stufenförmige, riesige Pyramiden. Die Peruaner hatten Sorge, die Sonne könnte, wenn sie im dortigen Winter immer weiter nach Norden wich, verschwinden und nie wiederkehren. Auf dem Felshügel über dem Tempelplatz, dort, wo der in Fels gehauene Thron der Götter steht, ist noch ein Steinpfeiler zu sehen. |
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An diesen banden die Inkapriester in feierlicher Handlung die Sonne fest, damit sie nicht aus ihrem Reich entfliehen konnte. Das war natürlich nur eine sinnbildliche Handlung. Aber die Indios glaubten fest daran. Auf der Burg Sacsayhuaman So, wie die Inkas gebaut haben, erzählt uns Fernandez' Freund, wie sie die Steine bearbeiteten, konnten es in der alten Mittelmeerwelt nur die Ägypter. Die gewltigen Steinblöcke wurden mit Kupferklammern zusammengehalten. Später hat man aber noch viel kunszvoller gebaut. Wir haben das auf der Burg Sacsayhuaman im Tal von Cuzco gesehen. Da stehen noch heute Mauern aus Blöcken, die fünf Meter hoch und drei Meter breit sind. Wir haben , verschiedenen Stellen gemessen. Und was meinst Du, wie die zusammengehalten werden? Da gibt es keinen Mörtel und keine Kupferklammern. Nein, die Felsblöcke sind in den Fugen so genau ineinandergepaßt und lagern durch ihr Eigengewicht so fest, daß man noch heute kein Blatt Papier dazwischenschieben kann. |
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Unerschütterlich stehen die Titanenmauern. Kein Mensch kann sich heute recht vorstellen, wie diese Steine nur mit Menschenkraft bewegt und gehoben worden sind. Wenn man vor diesen Bauwerken steht, erfaßt man erst ganz, was das für ein Reich, was das für gewaltige Herrscher gewesen sein müssen. So hat sich damals Burg an Burg gereiht zum Schutz der Grenzen, denn, von Osten drohte Gefahr. Von dort versuchten wilde Stämme hineinzubrechen , bis dann das große Unglück doch von Westen aus kam, als Pizarro, der Spanier erschien. |
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Peru, Reich der Inkas, Inka, Inkareich |
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